© 2006-2012 Generation Benedikt
Bonn, den 26.3.2011
Mitteilung an die Medien
„Youcat“ – Erster Katechismus für Jugendliche auf dem Markt!
Der neue Jugendkatechismus „Youcat“ startet mit einer Erstauflage von 700.000 Exemplaren. Mitte August sollen ihn, in 13 Sprachen übersetzt, alle Teilnehmer des diesjährigen Weltjugendtages in Madrid erhalten.
Der Youcat geht von der im „Weltkatechismus“ dargestellten Glaubens- und Sittenlehre der Kirche aus, richtet sich in Form und Stil jedoch speziell an junge Gläubige und Interessierte. Ausgehend von existenziellen (Glaubens-) Fragen, die insbesondere Jugendliche umtreiben, erläutert er den Glauben der Kirche in deren eigener Sprache klar und unmissverständlich. Den Geist des Jugendkatechismus beschreibt Papst Benedikt XVI. in seinem Vorwort. Dem Heiligen Vater zufolge ist die Suche nach den Dingen, welche „jeden von uns zutiefst angehen“, ein Wesensmerkmal von Jugendlichen.
Im Zentrum der mehr als 500 Fragen und Antworten zu Glaube und Kirche, steht das Anliegen neue wie alte, in jedem Fall aber existenziell wichtige Fragen, klar, einfach und auf das Wesentliche reduziert zu beantworten. Der Youcat diskutiert sämtliche Themen des Katechismus, wie der Zölibat, die Rolle der Frau oder die Wirkung des Gebets, darüber hinaus rückt er aber auch neue Fragen in den Fokus, wie zum Beispiel: Was sagt die Kirche zur Demokratie? Auch hierzu finden sich Erklärungen, versetzt mit Querverweisen, Zitaten und Illustrationen.
Maßgeblich zum Youcat beigetragen haben 50 Jugendliche, die bei der Vollendung des Werks innerhalb eines Sommercamps mitwirkten. Die Kardinäle Karl Lehmann (Mainz), Joachim Meisner (Köln) und Christoph Schönborn (Wien) begleiteten und förderten seine Entstehung. Für die Generation Benedikt ist dies beispielhaft für ein erfolgreiches Zusammenwirken von jungen Gläubigen und kirchlichen Amtsträgern. Sie ist überzeugt, dass der Youcat jungen Gläubigen hilft, sich zu orientieren und Zeugnis von ihrem Glauben zu geben. Junge Menschen und ihre Fragen sind der Kirche wichtig – dafür steht auch dieses wegweisende Projekt.
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an den Pressekontakt der Generation Benedikt: kontakt@generation-benedikt.de, Mobil: 0049 / 170 / 4405755.
Bonn, den 20.2.2011
Mitteilung an die Medien
Generation Benedikt freut sich auf die Seligsprechung von Papst Johannes Paul II.
Die Generation Benedikt freut sich über die Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. Das Netzwerk junger Christen fühlt sich diesem großen Papst in besonderer Weise verbunden, da viele der Mitglieder im Alter zwischen 20 und 30 Jahren Johannes Paul II den größten Teil ihres Lebens als „Fels in der Brandung“ empfunden haben. Besonders dankbar sind die, vor allem in der Medienarbeit engagierten, jungen Menschen dafür, dass Johannes Paul II. der Kirche einen neuen Weg im Umgang mit den Medien eröffnet hat.
Der polnische Papst hat damit nach Auffassung des Netzwerks junger Christen den kirchlichen Sendungsauftrag in einer modernen und zeitgerechten Weise erfüllt. Die mediale Öffentlichkeit als Chance für die Verkündigung der christlichen Botschaft zu begreifen, das soll auch die Netzwerkarbeit der Generation Benedikt auszeichnen und prägen. Johannes Paul II. gilt vor diesem Hintergrund auch deshalb als Vorbild, weil er sich bei allem Scheinwerferlicht der Medien stets mit großer Authentizität auch und im Besonderen Fragen der jungen Gläubige annahm.
Papst Johannes Paul II. (1978-2005) wird am 1. Mai diesen Jahres selig gesprochen. Die feierliche Zeremonie ist für den ersten Sonntag nach Ostern anberaumt worden. Papst Benedikt XVI. selbst wird die Feier der Seligsprechung leiten. Benedikt XVI. hatte den „Santo subito“-Ruf vieler Katholiken nach dem Tod von Johannes Paul II. rasch aufgegriffen und nach nur knapp drei Monaten den Seligsprechungsprozess eingeleitet. Unter den auf Johannes Paul zurückzuführenden Wunderheilungen ragt die Gesundung der französischen Ordensschwester Marie Simon-Pierre hervor. Sie wurde von der Parkinson-Krankheit befreit, nachdem in den Monaten nach dem Tod des Papstes dieser in Gebeten um Hilfe angefleht worden war. Der polnische Pontifex selber litt im Alter schwer an dieser Krankheit. Sein Mut auch als Leidender öffentlich aufzutreten, tröstete viele Kranke, erinnerte die Gläubigen an ihre Pflicht zur Nächstenliebe und gab eindrücklich Zeugnis für das Evangelium.
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an den Pressekontakt der Generation Benedikt: kontakt@generation-benedikt.de, Mobil: 0049 / 170 / 4405755.
Bonn, den 7.2.2011
Mitteilung an die Medien
Generation Benedikt: Deutschlandbesuch des Papstes als geistlichen Impuls nutzen!
Offenheit für die Weltkirche, unvoreingenommenes Hinhören auf das Wort des Papstes statt ritualisierter Abwehrreflexe – das wünscht sich die Generation Benedikt auch anlässlich des ersten offiziellen Staatsbesuchs des Heiligen Vaters in Deutschland im September 2011. Nach Berlin werden die Bistümer Freiburg und Erfurt Stationen seiner Reise sein. Die Generation Benedikt wird den deutschen Papst auf allen Stationen begleiten.
Die jungen Mitstreiter des 2005 gegründeten Netzwerks freuen sich, dass der Papst in sein Heimatland kommt, dessen historischer Erfahrung und Kultur er auch als Kardinal in Rom und als oberster Hirt der Weltkirche stets tief verbunden geblieben ist. Die Generation Benedikt teilt die Analyse des Papstes, wonach für viele der „praktische Atheismus heute die normale Lebensregel“ (Papst Benedikt XVI) geworden sei. Die Jugendlichen des Bildungs- und Mediennetzwerks sind dankbar für den entschlossenen Willen des Heiligen Vaters, in dieser Lage die Gottesfrage wieder ins Bewusstsein zu rufen. Die jungen Christen sind sich dabei sicher: Benedikt XVI. geht es nicht um eine abstrakte Idee oder moralische Lehre, sondern um einen persönlichen Gott, „der uns kennt, der uns anredet und uns angeht“.
In teils neuer Struktur, aber mit bewährten Inhalten bereiten sich die allesamt ehrenamtlich engagierten Mitstreiter der Generation Benedikt derzeit auf den Deutschlandbesuch des Papstes vor. Ihr Wunsch ist es, daran mitzuwirken, dass weniger oberflächliche Strukturfragen und kirchenpolitische Fehden, sondern die der kirchlichen Gemeinschaft zu Grunde liegende Frage nach dem Gottesbild in den Mittelpunkt des Besuchs von Benedikt XVI. rücken kann.
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an den Pressekontakt der Generation Benedikt: kontakt@generation-benedikt.de, Mobil: 0049 / 170 / 4405755.
Bonn, den 17.12.2010
Mitteilung an die Medien
Die Generation Benedikt vor dem Papstjahr 2011: Neue Strukturen, neue Pläne und neue Köpfe für bewährte Inhalte
Am 11.12.2010 trafen sich die Mitglieder des Vereins der Freunde der Generation Benedikt zu ihrer turnusgemäßen Mitgliederversammlung, um auf die Arbeit der vergangenen Jahre zurückzublicken und die Aktivitäten des Netzwerkes für das Jahr 2011 zu planen. Gleichzeitig wurde ein neuer Vorstand gewählt.
Da der bisherige Vorsitzende Nathanael Liminski dem Netzwerk aus zeitlichen Gründen nicht mehr im gleichen Maße wie bisher zur Verfügung stehen kann, stellte er den Mitgliedern frei, seine Ämter und Aufgaben anderweitig zu vergeben. Die Mitglieder dankten Nathanael Liminski herzlich für seine erfolgreiche Arbeit im Rahmen der Generation Benedikt. In den letzten fünf Jahren habe er aus dem Netzwerk eine feste Größe gemacht, die auch weit über die Grenzen des katholischen Spektrums hinaus bekannt sei.
Zum neuen Vorsitzenden des Vereins wurde Nils Sönksen - 25 Jahre alt, Student der katholischen Theologie in Bonn und Gründungsmitglied der Generation Benedikt nach dem Weltjugendtag 2005 - gewählt. Larissa Elter, angestellt bei einem Logistikunternehmen, und Martin Hinzmann, Promotionsstudent an der Universität Bonn, werden ihm als Stellvertreter zur Seite stehen. Micha Bues, Jura-Student und Referendar, bleibt Schatzmeister.
Darüber hinaus hat die Mitgliederversammlung eine neue Struktur des Netzwerkes beschlossen, um den anstehenden Aufgaben des nächsten Jahres möglichst erfolgreich begegnen zu können.
Die Arbeit der Generation Benedikt soll künftig wie folgt strukturiert werden: Neben der ein Mal im Jahr einberufenen Mitgliederversammlung des Netzwerks soll ein offener Koordinationskreis, bestehend aus den aktiven Freiwilligen im Netzwerk, alle zwei Monate zusammenkommen, um die laufenden Aktivitäten zu diskutieren und abschließend zu entscheiden. Ansprechpartner für die Mitwirkung im Koordinationskreis ist der Vorsitzende. Als Aufgabenbereiche für die Arbeit des Netzwerks wurden auf der Mitgliederversammlung die folgenden Bereiche identifiziert und beschrieben:
Koordination durch den Vorsitzenden
Medienarbeit
Bildungsarbeit
Netzwerkarbeit
In dieser neuen Struktur wollen sich die jungen Aktivisten der Generation Benedikt auch und besonders auf die Groß-Veranstaltungen des nächsten Jahres (Weltjugendtag 2011 in Madrid und Deutschlandbesuch des Papstes) vorbereiten.
Weitere Informationen zu den geplanten Veranstaltungen des Jahres 2011 sind dem Internetauftritt der Generation Benedikt zu entnehmen.
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an den Pressekontakt der Generation Benedikt: kontakt@generation-benedikt.de, Mobil: 0049 / 170 / 4405755.
Bonn, den 10.05.2010
Mitteilung an die Medien
Workshops der Generation Benedikt auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag in München
Vom 12. – 16. Mai 2010 findet in München der 2. Ökumenische Kirchentag statt. Die Generation Benedikt wird auch vor Ort sein und lädt zur Diskussion ein. Dazu bietet das Mediennetzwerk die folgenden Workshops an:
Donnerstag, 13. Mai 2010, 20h – 22h:
Workshop gesellschaftliches Engagement: Christen in die Politik !?
Gast: Ministerpräsident a.D. Dr. Günther Beckstein MdL, stellvertretender Vorsitzender der EKD (Nürnberg)
Moderation: Dr. Ralph Berger, Generation Benedikt (München)
Freitag, 14. Mai 2010, 20h – 22h:
Workshop Ökumene: Ausgangspunkte und Zielvorstellungen
Gast: Dr. Hinrich Bues (Hamburg), ehemaliger evangelischer Pastor und Publizist auf dem Weg nach Rom
Moderation: Nils Sönksen, Generation Benedikt (Bonn)
Samstag, 15. Mai 2010, 20h – 22h:
Workshop Interreligiöser Dialog: Unterschiedliche Herkunft – gemeinsame Ziele? Chancen und Grenzen des Dialogs der Religionen
Gäste: Kaan Mustafa Orhon (Bonn), Mitglied der Islamischen Hochschulvereinigung Bonn und Johanna Ohm (Bonn), Sprecherin der Generation Benedikt
Moderation: Carolin Rüber (Bonn)
Ort: Pfarrsaal der Gemeinde Heilig Geist, Prälat-Miller-Weg 3, 80331 München (U-Bahn-Haltestelle „Viktualienmarkt“, S-Bahn-Haltestelle „Marienplatz“)
Die „Generation Benedikt“ ist ein Mediennetzwerk von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus aller Welt, das aus dem Weltjugendtag 2005 in Köln hervorgegangen ist. Die Mitglieder der „Generation Benedikt“ versuchen ihr Leben am katholischen Glauben in seiner ganzen Bandbreite auszurichten wollen ihren persönlichen Glauben, ihre Beziehung zur Kirche und die daraus resultierenden Überzeugungen auch in der Öffentlichkeit bekennen, erklären und diskutieren.
Bonn, den 28.04.2010
Mitteilung an die Medien
Papst-Audienz zum Abschluss der Romreise
Generation Benedikt informiert sich in Rom aus erster Hand und diskutiert mit Kirchenvertretern und Journalisten
Eine Gruppe von 25 Mitgliedern der Generation Benedikt war vom 15. – 21. April 2010 in Rom und traf dort zu Gesprächen mit Mitarbeitern der Kurie und mit Journalisten deutscher Sender und Zeitungen zusammen. Anlass der Reise war der Geburtstag von Joseph Ratzinger am 16. April 2010, das fünfjährige Amtsjubiläum des Papstes am 19. April 2010 sowie die Beobachtung der Generation Benedikt, dass die Diskrepanz zwischen den römischen Verlautbarungen und der Resonanz in den deutschen Medien zunimmt. Neben Gesprächen im Staatssekretariat sowie beim Päpstlichen Hilfswerk Cor Unum absolvierte die Gruppe Begegnungen mit den Korrespondenten verschiedener TV- und Radiosender (ZDF, EWTN, Radio Vatikan, Deutschlandfunk) sowie von verschiedenen großen deutschen Tages- und Wochenzeitungen (WELT, FAZ, Tagespost, Vatican-Magazin).
Generation Benedikt wird von Benedikt XVI. empfangen
Im Rahmen der Generalaudienz am Mittwoch, den 21. April 2010, wurde die Gruppe von Papst Benedikt XVI. empfangen. Drei Vertreter des Netzwerks nutzten die Gelegenheit, um dem Papst zum fünfjährigen Amtsjubiläum persönlich zu gratulieren und ihm dafür zu danken, dass er durch seine konsequente Orientierung an der Wahrheit die Glaubwürdigkeit der Kirche sicherstelle. Die Delegation der Generation Benedikt stimmte anlässlich des Geburtstags und des Jahrestags der Papstwahl mit anderen deutschen Pilgern das Segenslied „Viel Glück und viel Segen“ an. Der Papst war sichtlich erfreut über den Besuch der jungen Gläubigen aus allen Teilen Deutschlands. Er dankte für die andauernde Unterstützung bei der Wahrnehmung seines Amtes und für das zugesagte Gebet.
Die Vertreter der Generation Benedikt überreichten dem Heiligen Vater einen Brief der Gruppe, in dem es unter anderem heißt:
[…] Das fünfjährige Jubiläum Ihres segensreichen Pontifikats und damit verbunden auch unser fünfjähriges Bestehen sind der Anlass für unsere Pilger- und Informationsreise nach Rom. Wir sind hier her gekommen, damit wir Kraft aus dem Glauben schöpfen und Informationen aus erster Hand bekommen um auch in diesen turbulenten Zeiten weiterhin die Botschaft der Kirche authentisch und mit überzeugter Stimme zu vertreten. Um dies leisten zu können, vertiefen wir fortlaufend unser Wissen um Glaube und Kirche sowie den Umgang mit den Medien.
Viele Menschen in Deutschland und weltweit gründen ihr Vertrauen und ihre Hoffnung darauf, dass Sie, Heiliger Vater, standhaft Jesus Christus in den Mittelpunkt der menschlichen Suche nach Wahrheit stellen. Dabei können Sie auch in Zukunft auf uns zählen. […]
Für Rückfragen oder für Anfragen bez. Foto-Aufnahmen der Begegnung wenden Sie sich bitte an den Pressekontakt der Generation Benedikt, Nathanael Liminski, unter liminski@generation-benedikt.de oder 0170/4405755.
Bonn, den 15.04.2010
Mitteilung an die Medien
Generation Benedikt vor Ort in Rom
Eine Gruppe von 30 Mitgliedern der Generation Benedikt wird von heute, Donnerstag, den 15. April 2010 bis Dienstag, den 20. April 2010 nach Rom reisen und dort zu Gesprächen mit Mitarbeitern der Kurie und mit Journalisten deutscher Sender und Zeitungen zusammenkommen. Anlass der Reise war der Geburtstag von Joseph Ratzinger am 16. April 2010, das fünfjährige Amtsjubiläum des Papstes am 19. April 2010 sowie die Beobachtung der Generation Benedikt, dass die Diskrepanz zwischen den römischen Verlautbarungen und der Resonanz in den deutschen Medien zunimmt.
Geplant sind Besuche und Gespräche im Staatssekretariat, im Medienrat des Heiligen Stuhls sowie beim Päpstlichen Hilfswerk Cor Unum. Darüber hinaus trifft die Gruppe Korrespondenten verschiedener TV- und Radiosender sowie von verschiedenen großen deutschen Tages- und Wochenzeitungen.
Für eventuelle Rückfragen kontaktieren Sie vor Ort den Pressekontakt der Generation Benedikt, Herrn Nathanael Liminski, unter 0049 170 4405755 oder unter liminski@generation-benedikt.de
Bonn, den 15.04.2010
Mitteilung an die Medien
Generation Benedikt in der Markus Lanz-Show
Der Mitbegründer und Sprecher der Generation Benedikt, Micha-Manuel Bues (25), diskutiert heute Abend in der Markus Lanz-Show mit.
Zeit und Sender: 23.15h – 00.20h im ZDF
Das Thema wird sein: "Fünf Jahre 'Wir sind Papst!'"
Beschreibung der Sendung durch die Redaktion:
„Joseph Alois Ratzinger, seit fünf Jahren das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, ist seit dem 19. April 2005 Benedikt XVI. Aktuell rangiert Benedikt auf Platz 11 der Forbes-Liste der mächtigsten Menschen auf unserem Planeten.
Deutschland titelte: "Wir sind Papst!" und Jugendliche aus aller Welt pilgerten zum Weltjugendtag nach Köln. Die Begeisterung für Benedikt XVI. und "unseren" Papst hat in den letzten Monaten jedoch scheinbar nachgelassen. Missbrauchsfälle im In- und Ausland haben das Ansehen der katholischen Kirche in Deutschland beschädigt, die Reaktion auf die entsprechenden Vorfälle waren Kritikern nicht weitgehend genug.
Was kann die Kirche für die Allgemeinheit im 21. Jahrhundert noch leisten? Oder handelt es sich um ein nicht mehr zeitgemäßes Modell?“
Die weiteren Gäste:
Michel Friedman, Journalist und Moderator
Uta Ranke-Heinemann, Theologin
Cosima Kiesner, Ordensschwester
Peter Seewald, Journalist
Bonn, den 15.03.2010
Mitteilung an die Medien
Erklärung der „Generation Benedikt“ zum Missbrauchsskandal
Aufklärung statt Politik!
Der aktuelle Missbrauchsskandal in Deutschland erschüttert die Katholische Kirche in mehrfacher Hinsicht.
Die meisten der bisher ans Tageslicht gekommenen sexuellen Übergriffe auf wehrlose Kinder und Jugendliche haben in Einrichtungen in katholischer Trägerschaft stattgefunden. Die Täter haben unermessliches Leid verursacht, das weder nachträglich ungeschehen gemacht werden noch durch Sach- oder Therapieleistungen vollständig wieder gut gemacht werden kann. Es ist mehr als verständlich, dass das schuldhafte und beschämende Verhalten von Priestern und Mitarbeitern der katholischen Einrichtungen viele Menschen in ihrer Beziehung zur Katholischen Kirche verunsichert und erschüttert hat. Angesichts des lange praktizierten Schweigens und der entweder gar nicht oder nicht ausreichend erfolgten innerkirchlichen Aufarbeitung über Jahrzehnte hinweg geht die „Generation Benedikt“ davon aus, dass das volle Ausmaß des geschehenen Unrechts noch nicht bekannt ist und weitere Missbrauchsfälle aufgedeckt werden. Es ist zuallererst im Sinne der Opfer, aber auch zum langfristigen Guten der Kirche, dass so viele dieser Verbrechen wie möglich ans Tageslicht kommen und im Rahmen ihrer umfassenden Aufarbeitung so viel Gerechtigkeit – wie es eben nachträglich noch möglich ist – geübt werden kann. So wie den Tätern die persönliche Konfrontation mit ihrer Schuld nicht vorenthalten werden darf, werden sich die Mitarbeiter in kirchlichen Führungsfunktionen für den ungenügend umsichtigen Umgang mit den ihnen bekannten Verbrechen der ihnen unterstellten Mitarbeiter verantworten müssen.
Neben dieser voraussichtlich noch lange andauernden Erschütterung durch die späte Aufdeckung der in kirchlichem Kontext begangenen Missbrauchsverbrechen ist die Katholische Kirche in Deutschland derzeit außerdem den politisch motivierten Vorstößen verschiedener gesellschaftlicher und kirchlicher Gruppierungen ausgesetzt. Die „Generation Benedikt“ unterstützt alles, was der Aufklärung der Verbrechen und der Herstellung maximaler Gerechtigkeit für die Opfer dient. Parteipolitische wie kirchenpolitische Debatten auf dem Rücken der Opfer lehnt sie jedoch ab. Wer sich wie Frau Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger vor allem auf die einseitige Identifizierung der Katholischen Kirche als Täter konzentriert, ist zu Recht dem Verdacht ausgesetzt, kein glaubwürdiger Vertreter der Interessen aller Opfer zu sein. Wer wie die Laienorganisation „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“ (ZDK) in diesem Zusammenhang eine Überprüfung des Zölibats anmahnt, nimmt wissentlich in Kauf, dass damit der wissenschaftlich verneinte Zusammenhang zwischen Zölibat und Pädophile als irrige Vermutung in der Öffentlichkeit weiterbesteht und trägt so zum Generalverdacht des Berufsstands der Priester bei. Wer wie die Vereinigungen „Kirche von unten“ oder auch der „Bund der katholischen Jugend“ (BDKJ) "endlich" ein Wort des Papstes einfordert, dem muss mindestens ein mangelhaftes Medienverhalten unterstellt werden, angesichts der zahlreichen dokumentierten Äußerungen von Papst Benedikt XVI. zur Problematik des Missbrauchs:
Am 15. Februar 2010 bezeichnete Papst Benedikt XVI. den sexuellen Missbrauch von Kindern und jungen Menschen als ein „verabscheuungswürdiges Verbrechen“ und als eine „schwere Sünde“. In diesem Zusammenhang forderte er die Bischöfe dazu auf, „die Probleme der Vergangenheit mit Bestimmtheit und Entschlossenheit anzugehen und der aktuellen Krise mit Ehrlichkeit und Mut zu begegnen.“ (O-Ton Papst Benedikt XVI. vom 15. Februar 2010)
Auf der Vollversammlung des Päpstlichen Rates für die Familie am 8. Februar 2010 stellte Papst Benedikt XVI. ausdrücklich klar, dass der sexuelle Missbrauch von Kindern und jungen Menschen ein „Verhalten [sei], bei dem die Kirche nicht versäumt und auch in Zukunft nicht versäumen wird, es zu missbilligen und es zu verurteilen." (O-Ton Papst Benedikt XVI. vom 8. Februar 2010)
Noch deutlicher wurde Papst Benedikt XVI. in seinen Stellungnahmen zu diesem Thema im Jahr 2008 im Rahmen seiner Reise in die USA: „Ich bin ich mir auch des Schmerzes bewusst, den die katholische Kirche in Amerika als Folge des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger erfahren hat. Keines meiner Worte könnte die durch einen solchen Missbrauch zugefügten Schmerzen und Leiden beschreiben. […] Auch kann ich den in der Gemeinschaft der Kirche entstandenen Schaden nicht angemessen in Worte fassen. Große Anstrengungen sind schon unternommen worden […] Dieses Bemühen, die Kinder zu schützen, muss weitergeführt werden. Gestern habe ich mit euren Bischöfen darüber gesprochen. Heute möchte ich jeden von euch ermutigen, alles in eurer Macht Stehende zu tun, um Heilung und Versöhnung zu fördern, und denen beizustehen, die verletzt worden sind.“ (O-Ton Papst Benedikt XVI. vom 17. April 2008).
Ferner unterstrich Papst Benedikt XVI. in einem Interview am 15. April 2008 die absolute Notwendigkeit einer lückenlosen Aufklärung der sexuellen Übergriffe und dass Priester mit pädophilen Neigungen aus der Kirche auszuschließen seien: „Es ist ein großes Leid für die Kirche in den Vereinigten Staaten und für die Kirche im allgemeinen, auch für mich persönlich, dass dies [die sexuellen Übergriffe auf Kinder und junge Menschen] geschehen konnte. Wenn ich die Geschichte dieser Vorkommnisse betrachte, fällt es mir schwer, zu verstehen, wie Priester so sehr in ihrer Sendung versagen konnten, diesen Kindern das Heil und die Liebe Gottes zu bringen. Ich bin beschämt, und wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um sicherzustellen, dass so etwas in Zukunft nicht wieder geschieht. […] Wir werden Pädophile unbedingt vom Priesteramt ausschließen; das ist absolut unvereinbar, und wer wirklich schuldig ist, ein Pädophiler zu sein, kann kein Priester sein. […] Nur Personen, die in gesunder Verfassung sind, können zum Priestertum zugelassen werden, nur Personen mit einem tiefen persönlichen Leben in Christus, die auch ein tiefes sakramentales Leben haben. Ich weiß also, dass die Bischöfe und die Spirituale der Priesterseminare alles tun werden, was in ihren Kräften steht, um zu einer wirklich sehr strengen Entscheidungsfindung zu gelangen, denn es ist wichtiger, gute Priester zu haben als viele Priester.“ (O-Ton Papst Benedikt XVI. vom 15. April 2008).
Der Papst hat also bereits seit Jahren – unabhängig von den aktuellen Missbrauchsfällen – eine lückenlose und aktive Aufklärung der sexuellen Übergriffe von Priestern gefordert. Die kirchlichen Führungsstrukturen wären gut beraten gewesen, ihre Aufklärungsarbeit noch konsequenter an diesen Vorgaben auszurichten. Angesichts des Leids der Opfer und des offensichtlichen Versagens kirchlicher Strukturen hält die „Generation Benedikt“ Diskussionen über die Frage, ob eine mögliche Ursache der Vergehen in der sexuellen Revolution liegen könnte, mindestens für unangebracht. Alle Kirchenmitglieder und insbesondere die Bischöfe stehen als Kirche in Deutschland in der Pflicht, es nicht bei der Aufarbeitung der bisher aufgedeckten Verbrechen zu belassen, sondern zu einer umfassenden, aktiven Aufklärung auch weiterer Vergehen beizutragen und neue Instrumente dafür zu entwickeln, dass Missbrauch in allen Formen künftig verhindert und der kirchliche Umgang mit dennoch begangenen Taten immer im Sinne der Opfer gestaltet wird. Die „Generation Benedikt“ stellt die bescheidenen Kapazitäten und Kompetenzen ihrer Jugendinitiative für diese Arbeit zur Verfügung. Der „Generation Benedikt“ geht es um die Glaubwürdigkeit der Kirche, die den Dienst an den Menschen wahrnehmen können muss, für den sie gestiftet worden ist.
Die Jugendlichen der „Generation Benedikt“ gewinnen den traurig stimmenden Eindruck, dass viele an der Debatte über die Missbrauchsfälle beteiligten Personen und Organisationen zunehmend die eigentlichen Opfer aus dem Auge verlieren und in der öffentlichen Empörung über die tatsächlich erschütternden Missbrauchsfälle eine Gelegenheit für (kirchen-) politische Debatten sehen. Nicht zuletzt im Namen der zum Zeitpunkt meist jugendlichen Opfer fordert die „Generation Benedikt“: Aufklärung statt Politik!
| Ziele |
| Spenden |
| Satzung |
| Mitgliedsantrag |
| Archiv |
| Presse-Echo |
| Pressemitteilungen |
| Pressekontakt |
| FAQ |